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Irischer Advent und Weihnachten

Frohe Weihnachten aus Irland 

Dieses Jahr hatte ich mal ein ganz anderes Weihnachten, was meiner Meinung nach sowohl am kulturellen als auch am familiären Unterschied liegt. Auch die Adventszeit hab ich hier ganz anders erlebt, nämlich so gut wie gar nicht. Adventskalender sind hier nicht wirklich weit verbreitet, und auch Weihnachtsgebäck gibt es nicht wirklich. Adventskränze habe ich genau zwei gesehen, einen in der Schule und den anderen bei unseren deutschen Nachbarn. Und als nicht mal der Nikolaus kam, um selbst den letzten klar zu machen, dass Advent ist, kam ich irgendwie nicht so richtig in Weihnachtsstimmung. Man ist eben doch an so kleine Dinge gewöhnt, die dann doch ganz schön viel ausmachen.

In Galway gab es immerhin einen kleinen Weihnachtsmarkt, der sich aber ziemlich von dem typisch deutschem unterschied. Es gab nur Essensstände, sogar einen deutschen, der zwar mit Glühwein und Kinderpunsch warb um deutsche Atmosphäre zu verbreiten, aber leider keinen im Reportua hatte. Stände, an denen man was anderes kaufen oder Spiele spielen konnte, gab es so gut wie keine, nur ein Karussell. Auch in Galway aber ein bisschen weiter vom Stadtcenter enfernt gab (oder gibt es immer noch) eine Eislaufbahn. War zwar nicht all zu groß und übermäßig voll, aber es hat trotzdem richtig Spaß gemacht. Die Jungs haben sich zwar alle bis auf einen gedrückt, aber wir Mädels hatten trotzdem unseren Spaß. Ronan, eben jener Junge, der sich getraut hat, hat sich dann leider den rechten Arm angebrochen, sich jedoch geweigert ins Krankenhaus zu gehen mit der Begründung, wir müssten ja den Bus kriegen. Zu dem Zeitpunkt wussten wir zwar noch nicht, dass der Arm angeknakst ist, aber der Arzt meinte später, als seine Mutter ihn ins Krankenhaus geschliffen hat, dann wohl, dass er doch ziemliche Schmerzen gehabt haben muss.

In der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien hatten wir noch mal ein Gaelic Match mit der Schulmannschaft. Wir haben (leider) nur unentschieden gespielt, aber es hat trotzdem richtig Spaß gemacht, obwohl ich so um die eine Stunde in einer riesigen Pfütze stand. Die nassen Füße habe ich aber nach dem ersten richtig schön tiefen Reintreten gar nicht mehr richtig wahrgenommen. Was aber richtig nervig war, war, dass sich der Schlamm an meinen Schuhen festgesaugt hat und ich beim Anheben der Füße immer gegen den Widerstand davon ankämpfen musste :D. Gegen Ende des Spiels hat es dann auch noch angefangen zu regnen, was aber ein unglaublich cooles Gefühl war.

In der letzten Woche hat das mit der Schule auch keiner mehr so genau genommen. Die Hälfte der Schüler hat sich einfach mal einen Tag freigenommen um Weihnachtseinkäufe zu tätigen und Mittwoch und Donnerstag waren auch nicht alle anwesend, obwohl (oder vielleicht grade deshalb, weil) manche eigentlich Klausuren hätten schreiben sollen.

Mittwochabend hat meine Organisatorin Ann dann spontan für Donnerstag zum Abendessen eingeladen. Donnerstag morgen war ich dann die einzige der Familie, die in die Schule gegangen ist, da Joaquin schon um 6 Uhr morgens in den Bus zum dubliner Flughafen gestiegen war und Desiree und Michaela warum auch immer nicht in die Schule gegangen sind. Auf jeden Fall musste ich vor der Schule noch einen Kuchen kaufen, weil eiine von Anns Freundinnen, mit der Dolores noch telefoniert hatte, meinte, wir, sprich die Auslandsschüler, müssten Nachtisch mitbringen. Nach der Schule bin dann mit einer österreichenschen Austauschschülerin, Magdalena, mitgenommen worden und wir sind dann mit kleienm Zwischenstopp bei ihr zu Hause und bei einer anderen Austauschschülerin, Chiara, zu Ann gefahren. Magdalena und ich hatten jeweils einen Kuchen gekauft und Chiara eine Weihnachtskarte, auf der wir dann alle unterschrieben haben. Die Karte hat sogar mehr gekostet als die Kuchen jeweils, was sehr viel über die jeweilige Qualität aussagt :D. Bei Ann war dann schon eine andere Austauschschülerin da, es waren also vier von insgesamt zwölf Schülern da. Wir haben das Abendessen, Nudeln mit Tomatensoße, dann selber gekocht, was zwar irgendwie doch ein klein wenig seltsam war, aber total lustig war. Alles in allem hat der Abend dann doch mehr Spaß gemacht als zuvor angenommen.

Freitag war dann kein regulärer Unterricht mehr, sondern ein Tablequiz ohne Anwesenheitspflicht. Ich konnte leider nicht hingehen, weil keine meiner Gastschwestern gegangen ist.

Heilig Abend wird in Irland überhaupt nicht gefeiert. Allerdings ist es Tradition, dass die Eltern in den Pub gehen und dort dann auch eine Weile bleiben. Ich habe den Tag damit verbracht, dreierlei Plätzchen zu backen: Kokosmakronen, Vanillekipferl und Butterplätzchen. Insgesamt stand ich sieben Stunden in der Küche. Das Anstrengendste dabei war, dass ich alle Butterplätzchen individuell mit einem Messer ausschneiden musste, da wir leider keine Ausstechformen hatten.

Bescherung war dann am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags. Um viertel vor elf sind wir alle ins Wohnzimmer gegangen und haben die Geschenke überreicht. Danach sind wir in die Weihnachtsmesse gegangen, die komplett voll war. Um drei sind wir dann zu Onkel John gegangen, wo die gesamte Familie versammelt war, und hatten dort traditionell Christmas Dinner, alle außer mir mit Truthahn natürlich. Nach dem Essen hat dann jeder sein eigenes Ding gemacht, manche haben Fernseh geschaut, andere haben Pool gespielt und an der Hausbar zusammengesessen. Desiree, Michaela und ich mussten mit Lydia, der fünfjährigen Tochter der Cousine, Shrek schauen. Der hat glücklicherweise grade rechtzeitig zum Nachtisch aufgehört. Der Rest des Abends verlief dann wieder ziemlich ähnlich. Zwischendurch habe ich den Alleinunterhalter für Lydia gespielt, dann eine Runde Pool und danach Tischkicker mit Dolores gespielt, wobei das ein sehr seltsamer Tischkicker war, es gab nämlich 13 Figuren pro Mannschaft, und dann hab ich mich zweimal von meinem Gastvater am Tischkicker abziehen lassen. Zwischendurch haben immer mal wieder ein paar Freunde der Familie vorbeigeschaut. Der Tag war zwar ganz anderes als sonst, und ein bisschen vermisse ich das Vierneisel-Gehrlich-Weihnachten schon, aber der Tag war total lustig.

27.12.12 18:03
 
Letzte Einträge: First day in London, Erstes Lebenszeichen aus Irland, Endlich Galway


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